Was ist die EMW?

Die EUROPÄISCHE MOBILITÄTSWOCHE ist eine Europäische Initiative und findet jedes Jahr von 16. bis 22. September statt.

Die EUROPÄISCHE MOBILITÄTSWOCHE ist die größte Kampagne zur Förderung aktiver und nachhaltiger Mobilität weltweit – rund 3.000 Gemeinden und Städte in Europa nehmen jedes Jahr daran teil. Sie findet vom 16. bis 22. September statt und wird von der Europäischen Kommission koordiniert.

Ziel der Woche ist es, Bürger:innen und Entscheidungsträger:innen in den Gemeinden und Städten dazu zu ermutigen, alltagstaugliche Verkehrsmittel zu erkunden und die Vorteile nachhaltiger Mobilität zu entdecken. Die Kampagne fördert aktive Mobilität wie das Gehen und Radfahren, den Einsatz von öffentlichen Verkehrsmitteln und die Nutzung von E-Mobilität.

Die EUROPÄISCHE MOBILITÄTSWOCHE bietet eine einzigartige Plattform, um die vielen Möglichkeiten der nachhaltigen Mobilität zu erkunden. Nutzen Sie die EMW als Sprungbrett auf dem Weg zu dauerhaften Maßnahmen!

Die Regionalstellen in den Bundesländern unterstützen Sie: Regionalstellen

Eine Woche der Aktionen

Eine Woche lang gestalten Gemeinden, Städte, Regionen, Bildungseinrichtungen und Organisationen vielfältige Aktionen und Veranstaltungen, um nachhaltige Mobilität direkt vor Ort erlebbar zu machen und um mögliche neue Routinen auszuprobieren.

Die EU-Kommission legt jedes Jahr ein neues Motto für die Europäische Mobilitätswoche fest, das als Anregung für vielfältige Aktivitäten dient.

Gut zu wissen: Städte und Gemeinden werden in den Bundesländern von den Klimabündnis-Regionalstellen bei der Umsetzung unterstützt. Hier finden Sie eine Liste der Regionalstellen für Ihr Bundesland: Regionalstellen.

Senior:innen, die im Bus sitzen

Autofreier Tag

Höhepunkt der EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE (kurz „EMW“) ist der Autofreie Tag, der am 22. September stattfindet. An diesem Tag öffnen tausende Gemeinden und Städte in Europa ihre Straßen für den Fuß-, Rad- und öffentlichen Verkehr und sperren sie für den motorisierten Individualverkehr.

Kinder bemalen die Straße mit bunten Blumen

Es gibt keine festen Vorgaben dafür, wie groß der abgesperrte Straßenabschnitt sein muss. Entscheidend ist vielmehr, dass der Raum so gestaltet wird, dass die Bürger:innen unmittelbar erleben können, welchen Gewinn sichere und verkehrsberuhigte Bereiche für das städtische Leben darstellen. Die Sperre lässt sich ideal mit einem Straßenfest verbinden, das Raum für vielfältige Aktivitäten bietet. Kinder verwandeln den Asphalt mit Kreide in eine bunte Spielfläche, und wo sonst Autos parken, entstehen gemütliche Bereiche mit Tischen, Stühlen, Kaffee und viel Platz zum Spielen und Verweilen für Menschen jeden Alters.

Gut zu wissen: Die Umsetzung des Autofreien Tages ist Voraussetzung für die Einreichung zum European Mobility Award

Seit Anfang an dabei

Die EMW, koordiniert von der EU-Kommission, wurde 2002 ins Leben gerufen. Österreich ist seit Anfang an dabei und ist jährlich unter den am stärksten vertretenen Ländern.

Österreich hat ein starkes EMW-Netzwerk, denn die EMW wird vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur initiiert und national von der Initiative klimaaktiv mobil umgesetzt.

Am Bahnhof umringt von Kindern stehen der EU-Kommissar Apostolos Tzitzikostas zu Besuch am Innsbrucker Bahnhof (mitte), neben dem Bundesminister Peter Hanke (rechts) und Landesrat René Zumtobel (links). (2025)

Große Erfolge

  • 2002: Österreich ist von Anfang an dabei – 147 Gemeinden nahmen von Beginn an teil.
  • 2007 bis 2016: „Rasen am Ring“ – auf der Wiener Ringstraße wurde jährlich der Rasen ausgerollt und die Straße für Passant:innen und Radler:innen geöffnet.
  • 2024: klimaaktiv mobil übernimmt die operative Umsetzung der EMW, das vormalig vom Klimabündnis durchgeführt wurde.
  • Xxxx: Der Österreichische Mobilitätswochenpreis für Gemeinden wird ins Leben gerufen
  • 2017: Wien ist neben Prag und Granada für den EUROPEAN MOBILITY AWARD nominiert
  • 2020: Bruck an der Leitha belegt den zweiten Platz beim EUROPEAN MOBILITY AWARD
  • 2023: In diesem Jahr waren 635 Gemeinden und Städte in Österreich dabei – ein Rekord!
  • 2023: Innsbruck belegt den zweiten Platz beim EUROPEAN MOBILITY AWARD
  • 2024: Ein Hochwasser im Osten Österreichs überschattet die EMW. Trotz allem nahmen 430 Gemeinden und Städte daran teil.
  • 2025: 473 Gemeinden haben in Österreich an der EMW teilgenommen

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Frage & Antwort

Was ist die EUROPÄISCHE MOBILITÄTSWOCHE?

Die EUROPÄISCHE MOBILITÄTSWOCHE ist eine Kampagne der Europäischen Kommission. Seit 2002 bietet sie Städten und Gemeinden aus ganz Europa die perfekte Möglichkeit,  nachhaltige Mobilität zu fördern, sichtbar zu machen und ihren Bürgerinnen und Bürgern vor Ort näher zu bringen und dafür zu motivieren. Jedes Jahr, immer vom 16. bis 22. September, werden im Rahmen der EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE innovative Mobilitätsmaßnahmen ausprobiert oder mit kreativen Ideen für eine nachhaltige Mobilität in den Gemeinden und Städten geworben: So werden beispielsweise die Nutzung von Parkplätzen und Straßenräumen für die Aktionswoche verändert und dadurch als Lebensraum vermittelt, neue Fuß- und Radwege eingeweiht, klimafreundliche Verkehrsmittel durch Ticketaktionen schmackhaft gemacht, Transporträder getestet, Schulwettbewerbe ins Leben gerufen oder Podiumsdiskussionen über Mobilitätsangebote und -bedürfnisse im Ort organisiert. Dadurch zeigen Gemeinden und Städte, dass nachhaltige Mobilität möglich ist, Spaß macht und praktisch gelebt werden kann.

Wann findet die EUROPÄISCHE MOBILITÄTSWOCHE statt?

Die EMW findet jedes Jahr vom 16. bis 22. September statt und endet mit dem Autofreien Tag am 22. September.

Wer kann an der EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE teilnehmen?

Die EMW richtet sich vor allem an Städte und Gemeinden, aber auch Organisationen, Betriebe, Vereine können an der EMW teilnehmen, Aktionen organisieren und sich registrieren. Privatpersonen können selbst aktiv werden und Aktionen veranstalten, an Events in der Nähe teilnehmen oder die Woche nutzen, um ihr eigenes Mobilitätsverhalten zu hinterfragen und Alternativen auszuprobieren.

Gibt es inhaltliche Schwerpunkte bei der EMW?

Die Mobilitätswoche in Österreich steht unter dem Aktionsaufruf #metermachen. Zusätzlich legt die Europäische Kommission jedes Jahr ein zentrales Thema für die Europäische Mobilitätswoche (EMW) fest. Dieses Jahresthema soll die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Schwerpunkt lenken und neue Impulse und Inspiration für die Gestaltung der EMW liefern. Es ist jedoch nicht bindend, sondern dient lediglich als Inspiration. Was die Teilnehmenden vor Ort konkret umsetzen, bleibt ganz ihnen überlassen. Entscheidend ist, möglichst viele Menschen mit Spaß und Kreativität zu erreichen, sie für nachhaltige Mobilität zu sensibilisieren und zum Mitdenken und Mitmachen zu bewegen.

Wie nehme ich an der EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE teil?
  1. Suchen Sie sich eine oder mehrere Aktion(en) aus, die Sie in der Gemeinde, im Betrieb, für die Bildungseinrichtung oder den Verein umsetzen wollen.
  2. Registrieren Sie sich auf unserer Seite
  3. Tragen Sie Ihre Veranstaltungen in den Aktionskalender ein
  4. Bestellen Sie gerne unsere kostenlosen Materialen über den Webshop oder nutzen Sie unsere Downloads
  5. Los geht’s!

Sie haben eine Aktion umgesetzt, auf die Sie besonders stolz sind? Schicken Sie uns gerne ihr Praxisbeispiel! Wir freuen uns über praxisnahe Beiträge in unserem News-Bereich. info@mobilitaetswoche.at

Was ist der autofreie Tag?

Der Autofreie Tag ist das Highlight der EMW und findet immer am letzten Tag der Mobilitätswoche am 22. September statt.

An diesem Tag sollen eine oder mehrere Straßen oder Straßenabschnitte für den Kfz-Verkehr gesperrt und für andere Aktivitäten (Radparaden, Straßenfeste, Sport und Spiel, Märkte, Ausstellungen oder Gastronomie) und umweltfreundliche Mobilität geöffnet werden. Ziel ist, dass die Vorteile von sicheren und verkehrsberuhigten öffentlichen Räumen wahrnehmbar und erlebbar sind. Zu der Länge der gesperrten Zone gibt es keine Vorgaben.

Wie kann ich mich für die EUROPÄISCHE MOBILITÄTSWOCHE registrieren?

Sie können sich direkt auf dieser Seite - der österreichischen Seite der EMW - registrieren. Gemeinden, Städte und Regionen werden damit auch automatisch auf der EU-Seite mobilityweek.eu registriert. Offiziell kann man sich für die Europäische Mobilitätswoche jedes Jahr von April bis zum Ende der Europäischen Mobilitätswoche am 22. September online registrieren.

Warum soll ich mich für die EUROPÄISCHE MOBILITÄTSWOCHE registrieren?

Registrierte Accounts können über die Website kostenlose Materialien bestellen und ihre Aktionen im Veranstaltungskalender eintragen. Damit werden Sie auch über Ihre Gemeindegrenzen hinaus sichtbar.

Sie werden zudem auch gleichzeitig in der Europäischen Auswertung erfasst. Gemeinden und Städte scheinen dabei auf der interaktiven Karte der EU auf: mobilityweek.eu/participating-towns-and-cities

Welche Hilfestellungen gibt es für die Organisation einer Aktion?

Die nationale Koordinationsstelle in Österreich unterstützt bei der Umsetzung der EMW mit Materialien, Druckvorlagen und Bilder, Aktionsideen und Anleitungen. Zudem werden jährlich Kick-offs für Gemeinden, Städte und Bildungseinrichtungen veranstaltet, wo sie Ihre Fragen stellen können. Melden Sie sich auch gerne zum EMW-Newsletter an, um nichts zu verpassen. Gerne können Sie sich auch während der Vorbereitung bei uns unter info@mobilitaetswoche.at oder den Regionalstellen in den Bundesländern zur Beratung melden.

Welche Verpflichtungen ergeben sich aus meiner Teilnahme?

Sie haben keine Verpflichtungen, die Teilnahme ist freiwillig.

Welche Förderungen kann ich für meine Aktion in Anspruch nehmen?

Einige Bundesländer bieten Förderungen für Mobilitätsaktionen an. Wenden Sie sich dazu am besten an einen Klimabündnis-Verein in Ihrem Bundesland und informieren Sie sich vorab.

Was ist der Europäische Mobilitätswochenpreis?

Jährlich wird eine europäische Gemeinde/Stadt für ihr herausragendes Programm während der Europäischen Mobilitätswoche ausgezeichnet. Eine unabhängige Jury aus Verkehrsexperten prüft die Bewerbungen und nominiert drei Städte oder Gemeinden mit besonders überzeugenden Konzepten. Anschließend wird die Gewinnergemeinde/-stadt ermittelt. Die offizielle Preisverleihung erfolgt im Frühjahr des darauffolgenden Jahres in Brüssel. Die ausgezeichnete Gemeinde/Stadt erhält ein dreiminütiges Video, das ihre Erfolge sowohl auf Englisch als auch in der jeweiligen Landessprache präsentiert. Beispiele früherer Preisträger finden Sie hier.

Um sich für den Preis zu bewerben, müssen zunächst einige Kriterien erfüllt werden. Ihre Gemeinde/Stadt sollte Aktivitäten in allen drei Kategorien der Europäischen Mobilitätswoche durchgeführt haben: Aktivitäten in der gesamten Mobilitätswoche, Straßenraumsperren am autofreien Tag und permanente Maßnahme (z.B. Infrastrukturprojekte, Ausbau des ÖVs oder Mobilitätsstrategien). Zudem müssen Sie die Charta der Europäischen Mobilitätswoche unterzeichnen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Was ist der Mobility-Action Award?

Neben dem European Mobility-Award gibt es auch noch den Mobility Action Award auf europäischer Ebene, der an engagierte Vereine, Organisationen, Unternehmen, Initiativen oder Bildungseinrichtungen übergeben wird. Gemeinden und Städte können sich nicht für diesen Preis bewerben. Mehr Informationen finden Sie hier.

Was ist der Österreichische Mobilitätswochenpreis?

Neben dem EMW-Preis wird auch in Österreich ein Preis für die engagiertesten Teilnehmer:innen verliehen. Der Österreichische Mobilitätswochenpreis wird in drei Kategorien vergeben:

  1. Städte/Gemeinden über 10.000 Einwohner:innen
  2. Städte/Gemeinden unter 10.000 Einwohner:innen
  3. Innovativste Aktion

Die Kategorie „Innovativste Aktion“ ist an alle Institutionen, wie Unternehmen, Bildungseinreichungen, Vereine, Organisationen, oder Religionsgemeinschaften gerichtet und honoriert neue und innovative Ideen zur Förderung nachhaltiger Mobilität. Zur Einreichung

Was ist der Österreichische Mobilitätswochenpreis für Bildungseinrichtungen?

Alle Bildungseinrichtungen, darunter Kindergärten, Schulen und freizeitpädagogische Institutionen, die sich an der EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE beteiligen und Aktionen durchführen, können am Österreichischen Mobilitätswochenpreis für Bildungseinrichtungen teilnehmen. Eine Jury zeichnet die kreativsten und engagiertesten Schulen und Kindergärten in Österreich aus. Zur Einreichung

Woher bekomme ich weitere Informationen?

Sie können sich gerne jederzeit mit Fragen an uns wenden. Kontaktdaten der nationalen Koordinationsstelle und den regionalen Beratungsstellen.

Seit wann gibt es die EMW?

Der Ursprung der EMW liegt im europaweiten „autofreien Tag“, der 1998 vom französischen Ministerium für Umwelt und Raumordnung in 35 französischen Städten ausgerufen wurde. In Anbetracht dieses großen Erfolgs entschied die Europäische Kommission alljährlich am 22. September einen europaweiten autofreien Tag zu organisieren. Unterstützend wurde im Jahr 2002 die Europäische Mobilitätswoche – von 16. bis 22. September – ins Leben gerufen.