GEHmeinsam zu Fuß

Verschiedene Spazierformate für die EMW - jeder Schritt zählt!

Gehen ist gesund, macht Spaß und ist sozial wie keine andere Fortbewegungsart. Im Gehen treffen Menschen aufeinander und fast alle können mitmachen. Motivieren Sie Ihre Gemeinde oder Stadt, sich mehr zu Fuß fortzubewegen und laden Sie sie zum Gehen ein. Holen Sie sich hier die Inspiration für Ihr Gehformat!

 

Geführte Spazierformate ➞

Barriere-Check ➞

Periskop-Walk aus Kinderperspektive➞

 

 

 

Geführte Spaziergänge

Ein geführter Spaziergang durch die Gemeinde oder Stadt kann neue Erkenntnisse bringen und das Interesse am Ort langfristig wecken. Wer zu Fuß unterwegs ist, nimmt sich die Zeit, spannende Ecken und Winkel zu entdecken und Details besser wahrzunehmen. Übernehmen Sie selbst die Rolle des Guides oder lassen Sie sich von professionellen Vermittlern führen.

Ziel

Das Interesse am Ort wecken und zum Gehen motivieren

Zielgruppe

Kinder und Erwachsene (themenabhängig)

Materialien

Wie setze ich die Aktion um?

Entlang einer vorher festgelegten Route geht die Gruppe, angeführt von einer Person, durch die Gemeinde oder Stadt und erzählt an verschiedenen Stationen spannende Geschichten und Fakten. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Die Tour kann einen geschichtlichen Bezug haben, aber auch ganz andere Themen aufgreifen.

Hier ein paar Ideen:

  • GEHnerationen Austausch: Mein Schulweg früher und heute
  • Die Gemeinde früher und heute: Ansichten aus alten Zeiten
  • Biodiversität und Vielfalt in der Gemeinde
  • Verstecken Sehenswürdigkeiten auf der Spur
  • Klimawege in der Gemeinde
  • Berühmte Frauen in der Gemeinde
  • Meine wilden 80er in der Gemeinde
  • Geschäfte mit Geschichte
  • Im GEHspräch mit [Name]

Gut zu wissen: Weitere Materialien - wie Poster, Infografiken und Anleitungen - finden Sie auch auf der Seite der Geh-Initiative Österreich zu Fuß

Aus der Praxis

Oberndorf: Im GEHspräch mit dem Bürgermeister

Wels: Stadtspaziergang trifft Projektvorstellung

 


 

 

Barriere-Check

Gehen Sie mit diesem Format einen Schritt weiter und wechseln Sie die Perspektive. Wie bewegen sich zum Beispiel Menschen mit einer Sehbehinderung durch die Stadt? Wo stoßen Rollstuhlfahrer:innen auf Hürden? Sensibilisieren Sie die Gruppe für die verschiedenen Mobilitätsbedürfnisse.

Ziel

Verschiedene Mobilitätsbedürfnisse hervorheben und dahingehend Bewusstsein schaffen.

Zielgruppe

Je nach Thema Kinder und/oder Erwachsene

Materialien

  • Professionelle Guides
  • Je nach Aktion auch Rollstühle, Simulationsbrillen, Langstöcke

Wie setze ich die Aktion um?

Bei einem Barriere-Check-Walk erlebt man Mobilität aus der Sicht von Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen. Das Ziel besteht darin, Bewusstsein zu schaffen, konkrete Hürden sichtbar zu machen und langfristig Verbesserungen anzustoßen.

Damit der Walk authentisch und verantwortungsvoll durchgeführt werden kann, binden Sie unbedingt Expert:innen und betroffene Personen ein. Legen Sie dann gemeinsam eine Route fest, die typische Hürden wie Engstellen, Bordsteinkanten oder fehlende Leitsysteme, aber auch Positivbeispiele wie abgesenkte Bordsteinkanten, beinhaltet.

 


 

 

Periskop-Walk

Jemand hält ein Periskop aus Karton und winkt in die Kamera
AEA/Olivia Halwachs

Kinder nehmen den Verkehr anders wahr als Erwachsene. Obwohl Kinder theoretisch ein ähnliches Gesichtsfeld wie Erwachsene haben, ist ihre Wahrnehmung durch Körpergröße und noch nicht ausgereifte Sehprozesse eingeschränkt. Mit einem Periskop kann die Sicht von Kindern im Straßenraum anschaulich simuliert werden. Erwachsene können so das vorwiegend zentrale Sehen eines Kindes im Volksschulalter selbst erleben und erfahren so aus erster Hand, wie Kinder den Straßenverkehr wahrnehmen.

Ziel

Teilnehmer:innen für Bedürfnissen von Kindern sensibiliseren.

Zielgruppe

Erwachsene

Materialien

  • Periskop-Bauanleitung
  • Anleitung für den Periskop-Walkshop
  • Factsheet: Wissenswertes zum Periskop
  • Beobachtungsbögen

Alle Materialien können Sie hier herunterladen: KFV Download

Wie setze ich die Aktion um?

Gemeinsam mit den Teilnehmer:innen werden im ersten Schritt Periskope hergestellt. Zu diesem Zweck stellt das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) eine Anleitung zur Verfügung, mit der ganz einfach selbst Periskope aus Karton und Spiegeln gebaut werden können. Mit den fertigen Periskopen sind nun punktuelle Beobachtungen im Ort möglich.

Für den anschließenden Walkshop sollte eine abwechslungsreiche Route geplant werden. Die Route sollte Stellen enthalten, die Sichteinschränkungen von Kinder gut veranschaulichen, etwa verparkte Straßen, unterschiedliche Querungsstellen oder Ein- und Ausfahrten. Anhand der Beobachtungsbögen können die Teilnehmer:innen nun ihre Eindrücke aus Erwachsenen- und Kindersicht dokumentieren und sich später darüber austauschen. Sie können den Teilnehmenden an Zwischenstopps wertvolle Fakten über Kinder- und Jugendmobilität liefern - auch dafür steht ein kurzes Factsheet bereit.

Tipp: In Niederösterreich bietet Radland Niederösterreich in Kooperation mit dem KFV das Programm „K!sa – Kindersicherheit auf Augenhöhe“ an.

 

Produkte zu dieser Aktion