Gewinnerin 2025: Landeck schafft sichere Schulwege mit einer dauerhaften Schulstraße
In Landeck rückte während der EMW ein Projekt in den Mittelpunkt, das weit über die Aktionswoche hinaus Wirkung zeigt: die Schulstraße im Stadtteil Perjen. Die Mobilitätswoche 2025 bot dafür den idealen Rahmen.
Mehr Sicherheit am Schulweg
Mit der Einrichtung der Schulstraße reagierte die Stadt auf ein zentrales Anliegen vieler Familien: einen sicheren und stressfreien Schulweg zu ermöglichen. Von nun an wird täglich zu Schulbeginn und -ende die Straße zur Schule für den motorisierten Verkehr gesperrt und für Aktive Mobilitätsformen geöffnet. In der Zeit von 06:45 bis 07:45 Uhr sowie von 12:00 bis 14:00 Uhr können Kinder somit sicher und selbstständig zu Fuß, mit dem Roller oder mit dem Fahrrad zur Schule gelangen. In der Nähe befinden sich ein Gymnasium, eine Volksschule und ein Kindergarten, sodass zahlreiche Kinder und Jugendliche von der Verkehrsberuhigung profitieren.
Vizebürgermeister Baumeister Ing. Mag. (FH) Thomas Hittler betont die positiven Auswirkungen der Maßnahme:
„Die Sicherheit für die Schülerinnen und Schüler hat sich erheblich verbessert. Es gibt natürlich Unzulänglichkeiten, so ehrlich muss man sein. Aber insgesamt haben die positiven Seiten, insbesondere für die Kinder und Jugendlichen, überwogen“
Auch Bürgermeister Herbert Mayer unterstreicht die Bedeutung sicherer Schulwege:
„Der sichere Schulweg für Kinder hat für mich höchste Priorität. Straßen sind nicht nur Verkehrswege, sondern Teil unseres öffentlichen Lebensraums. Leider ist es nicht überall möglich, umfassende Verkehrsberuhigungen umzusetzen, da Anrainerinnen und Anrainer, der Busverkehr sowie notwendige Zufahrten keine Umfahrungsmöglichkeiten haben. Umso wichtiger ist es, dort wo es möglich ist, gezielt Maßnahmen für mehr Sicherheit zu setzen.“
Autofreier Tag als gemeinsames Erlebnis
Ein besonderes Highlight der Mobilitätswoche war der Autofreie Tag am 22. September. Die Schulstraße in Perjen wurde an diesem Tag zu einem kreativen Begegnungsraum: Rund 300 Kinder aus der Volksschule, dem Gymnasium und dem Kindergarten gestalteten die Straße gemeinsam mit bunten Zeichnungen und Kunstwerken.
Für zusätzliche Begeisterung sorgte ein Kasperletheater, das auf spielerisch Weise Themen wie Umwelt- und Klimaschutz, Mülltrennung und nachhaltige Mobilität vermittelte. Die Kombination aus Lernen, Kreativität und gemeinsamer Aktivität machte den Tag zu einem besonderen Erlebnis für die jungen EMW-Teilnehmer:innen.
Neue Mobilitätsangebote für die Gemeinde
Neben der Schulstraße setzte Landeck auch auf den Ausbau weiterer Mobilitätsangebote. So wurde während der Mobilitätswoche ein kostenloser Testtag für das E-Carsharing angeboten. Bürger:innen konnten das E-Carsharing-System „floMOBIL“ ausprobieren und erhielten bei Registrierung ein Fahrtguthaben für zukünftige Fahrten. Das Angebot soll langfristig dazu beitragen, Privat-Pkw und Zweitautos zu reduzieren und nachhaltige Alternativen attraktiver zu machen.
Landeck gewinnt Mobilitätswochenpreis
Für die zahlreichen Aktionen während der EMW und die Einführung einer dauerhaften Maßnahme im Schulbereich gewann Landeck den Mobilitätswochenpreis in der Kategorie „Gemeinden unter 10.000 Einwohner:innen“.
Johannes Schönherr, Gemeinderat der Stadt Landeck und Obmann des Klima-, Umwelt- und Agrarausschusses, sieht darin auch eine Bestätigung für den eingeschlagenen Weg:
„Als Obmann des Klima-, Umwelt- und Agrarausschusses freue ich mich sehr über den erstmaligen Gewinn des Österreichischen Mobilitätswochenpreises 2026 für die Stadt Landeck. Diese Auszeichnung ist vor allem ein Erfolg für die Landeckerinnen und Landecker, die von besserer Mobilität, mehr Lebensqualität und einer nachhaltigen Stadtentwicklung profitieren. Die konstruktive Zusammenarbeit im Ausschuss sowie mit allen Abteilungen im Rathaus ermöglicht es uns, Projekte effizient umzusetzen. Dass unsere Arbeit erst kürzlich auch vom Land Tirol mit drei Mobilitätssternen ausgezeichnet wurde, bestätigt unseren eingeschlagenen Weg. Als Obmann bin ich überzeugt: Dieser Preis ging das erste Mal nach Landeck – aber sicher nicht das letzte Mal.“