Gewinnerin 2025: Vier Gemeinden gestalten gemeinsam Mobilität in Krems

Die EUROPÄISCHE MOBILITÄTSWOCHE 2025 in Krems an der Donau zeigte, wie gut regionale Zusammenarbeit funktionieren kann. Erstmals entwickelten die Städte und Gemeinden Krems, Mautern, Furth und Rohrendorf gemeinsam ein Programm rund um nachhaltige Mobilität. Das Ergebnis war eine Mobilitätswoche mit vielfältigen Aktionen, neuen Ideen und einem starken Signal für regionale Kooperation.

Street Art Krems zu Smart Parking

Mobilität gemeinsam planen

Den Auftakt der EMW bildete ein Treffen der Bürgermeister der vier Gemeinden, bei dem gleichzeitig der Startschuss für ein gemeinsames Projekt fiel: die Erarbeitung einer regionalen Radfahrkarte. Damit soll das bestehende Radwegenetz künftig noch besser ausgewiesen und die Verbindung zwischen den Gemeinden gestärkt werden.

Neben diesem politischen Impuls gab es auch zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch. Beim Radlobby-Stammtisch und einem Fachgespräch zur Verkehrsberuhigung diskutierten Bürger:innen, Expert:innen und Entscheidungsträger:innen über neue Wege für sichere und nachhaltige Mobilität.

Kreative Aktionen für Jung und Alt

Das Programm der Mobilitätswoche zeigte, wie vielfältig nachhaltige Mobilität vermittelt werden kann. Zu den Highlights gehörten unter anderem:

  • ein Street-Art-Projekt mit Schüler:innen, das auf kreative Weise kurze Gehwege zu wenig genutzten Parkhäusern sichtbar machte,
  • GEHspräche in Rehberg, bei denen Mobilitätsthemen direkt vor Ort diskutiert wurden,
  • der Parking Day der Klima- und Energie-Modellregion,
  • die Kinderaktion „Blühende Straßen“,
  • ein Pannenworkshop im Rahmen des Jugend- und Sporttags,
  • sowie ein Filmabend mit Diskussion.
Radln in die Kirche Krems
(c) Krems

Auch spirituelle und gemeinschaftliche Aspekte fanden ihren Platz im Programm: Bei der Aktion „Radln in die Kirche“ kamen Menschen aus verschiedenen Gemeinden zusammen und setzten ein gemeinsames Zeichen für klimafreundliche Mobilität.

Gemeinsam auf zwei Rädern unterwegs

Straßen sind für alle da. Mit der Kidical Mass Radsternfahrt wurde Kindern, Familien und engagierten Bürger:innen aus allen vier Gemeinden ermöglicht, geschützt und sicher nach Krems zu radeln. Die Sternfahrt zeigte, wie Radfahren Menschen über Gemeindegrenzen hinweg verbinden kann. Für alle Teilnehmenden ein wahres Highlight, das in Erinnerung bleibt.

Gruppenbild der Kidical Mass Krems
(c) Krems

Krems gewinnt den Mobilitätswochenpreis 2025

Die Mobilitätswoche in Krems zeigt, wie viel Potenzial in regionaler Zusammenarbeit steckt. Vier Gemeinden gestalteten erstmals gemeinsam ein Programm und schufen damit eine Plattform für Austausch, Beteiligung und neue Ideen.

„Was diese Mobilitätswoche besonders gemacht hat, war die Dynamik der Zusammenarbeit. Viele engagierte Menschen haben – großteils ehrenamtlich – gemeinsam geplant und umgesetzt, über Gemeinde- und Institutionsgrenzen hinweg. Gerade im Bereich Mobilität zeigt sich, wie viel möglich ist, wenn man gemeinsam an einem Ziel arbeitet.“
— Ronny Weßling, Fuß- und Radverkehrsbeauftragter Krems

Mit dieser gemeinsamen Initiative wurde deutlich: Nachhaltige Mobilität endet nicht an der Gemeindegrenze – sie verbindet Regionen und Menschen. 

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