Gewinnerin 2025: Schulen in Altenmarkt machen nachhaltige Mobilität erlebbar
Wie nachhaltige Mobilität schon bei den Jüngsten beginnen kann, zeigt das Beispiel aus Altenmarkt im Pongau. Im Rahmen der EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE 2025 gestalteten die Volksschule Altenmarkt und die Sportmittelschule Altenmarkt gemeinsam mit der Gemeinde ein vielfältiges Programm mit insgesamt neun verschiedenen Aktionen.
Zu Fuß unterwegs und neue Perspektiven gewinnen
Die Volksschule und Sportmittelschule Altenmarkt setzte in der EMW einen Schwerpunkt auf die Aktive Mobilität. Ein besonders eindrucksvolles Erlebnis für die Schüler:innen war der Perspektivenwechsel aus Sicht eines Rollstuhlfahrers. Gemeinsam mit Alois Riedlecker vom Behindertensportverein Pongau konnten die Kinder selbst erfahren, wie herausfordernd es sein kann, sich im Alltag im Rollstuhl fortzubewegen.
Auch die Aktion „GEHmeinsam zu Fuß“ eröffnete neue Blickwinkel auf Mobilität verschiedener Generationen: Schüler:innen gingen gemeinsam mit Senior:innen spazieren und gestalteten anschließend mit musikalischen Beiträgen der Volksschule den Marktplatz lebendig. Die Begegnungen waren so positiv, dass daraus weitere Besuche der Schüler:innen im Seniorenheim entstanden.

Sicherheit im Straßenverkehr spielerisch vermitteln
Die Schulen in Altenmarkt im Pongau nutzen die EMW auch zur Förderung der Sicherheit für Aktive Mobilitätsformen. Ein Schwerpunkt der Mobilitätswoche lag auf der Förderung sicherer und aktiver Mobilität. In einem Radparcours sammelten sie praktische Fahrpraxis, und im Radreparaturkurs erfuhren sie, wie man kleine Defekte selbst behebt – vom Reifencheck bis zur Bremsenprüfung.
Für besondere Aufmerksamkeit sorgte die Aktion „Apfel oder Zitrone“ in der Begegnungszone. Schüler:innen kontrollierten gemeinsam mit Begleitpersonen die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Autos. Wer die erlaubten 20 Stundenkilometer einhielt, bekam einen Apfel überreicht, wer zu schnell war, erhielt eine Zitrone.

Die Ergebnisse fielen gemischt aus: Fast ebenso viele Zitronen wie Äpfel wurden verteilt. Das machte deutlich, dass weiterhin Sensibilisierung nötig ist. Gleichzeitig wurde dadurch deutlich, wie wichtig solche Aktionen für mehr Bewusstsein und Rücksicht im Straßenverkehr sind.
Eine Straße wird zum bunten Lebensraum
Ein weiteres Highlight war die Aktion „Blühende Straße“. Dafür wurde die Begegnungszone vor dem Schulzentrum für den Verkehr gesperrt und von den Schüler:innen mit bunten Bemalungen gestaltet.
Mit ihren farbenfrohen Kunstwerken setzten die jüngsten Teilnehmer:innen ein sichtbares Zeichen für sichere Wege und ein respektvolles Miteinander im Straßenverkehr.
„Ein respektvolles Miteinander im Straßenverkehr trägt zu maximaler Sicherheit ALLER Verkehrsteilnehmenden bei. Durch gemeinsame Aktionen und der Begeisterung unserer Schüler*innen ist es uns gelungen ins Bewusstsein zu rufen, wie wichtig das WIR-GEFÜHL auch im Verkehr ist.“
— Patricia Stadler
Gewinnerin des Mobilitätswochenpreises für Bildungseinrichtungen 2025
Rund 565 Menschen nahmen an den Aktivitäten teil – darunter Schüler:innen, Lehrer:innen, Senior:innen sowie Bürger:innen aus der Gemeinde. Ziel war es, Mobilität aus unterschiedlichen Perspektiven zu erleben und gleichzeitig das Bewusstsein für Sicherheit und Rücksichtnahme im Straßenverkehr zu stärken.
Durch die enge Kooperation zwischen Volksschule, Sportmittelschule und Gemeinde entstand ein abwechslungsreiches Programm, das Lernen, Bewegung und Gemeinschaft miteinander verband. Mit kreativen Aktionen, praktischen Workshops und generationenübergreifenden Begegnungen wurde deutlich: Nachhaltige Mobilität beginnt im Alltag – und oft schon auf dem Schulweg.